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08

ELEKTRO HEUTE

/03 / 2018

www.cetoday.ch

© netzmedien ag

MARKET

AKTUELL

mer.

Der Fachverband Elektroapparate für Haushalt und

Gewerbe (FEA) hat die Konjunkturdaten und eine Pro­

gnose der im Verband angeschlossenen Unternehmen

publiziert. Wie der FEA mitteilt, fiel die Veränderung im

zweiten Quartal 2018 imVergleich zumVorquartal gering

aus. Drei von vier Unternehmen beschrieben die Ertrags-

lage als befriedigend, 21 Prozent als gut und 2 Prozent als

schlecht. Den Auftragsbestand, den Bestellungseingang

und die Beschäftigungslage bewerteten rund zwei Drittel

der Unternehmen als befriedigend, die übrigen als gut.

Prognose für das dritte Quartal 2018

Die Mitglieder des FEA prognostizieren gemäss Medien-

mitteilung für das kommende, dritte Quartal eine leichte

Verbesserung von befriedigend zu gut. 83 Prozent der Be-

fragten (Vorquartal 79 Prozent) erwarten eine bevorste-

hende Stagnation in puncto Ertragslage, während 7 Pro-

zent (Vorquartal 12 Prozent) schlechtere Zeiten befürch-

ten. Fast ein Viertel (Vorquartal 9 Prozent) hofft auf eine

bessere Beschäftigungslage, 38 Prozent (Vorquartal 26

Prozent) hoffen auf einen höheren Auftragsbestand bezie-

hungsweise 43 Prozent auf mehr Bestellungen.

Die Mehrheit geht von gleichbleibenden Werten aus.

Alle Befragten planen keine Kurzarbeit für das kommende

Quartal. Die Befragten bewerten den kommenden Bestel-

lungseingang leicht besser als im zurückliegenden Quar-

tal. Des Weiteren gehen sie von keinen Veränderungen im

Personalbestand und bei den Personalkosten aus. Beim

Kostentrend im Materialbereich erwarten jedoch 64 Pro-

zent eine Teuerung.

Als Erhebungsbasis dienten dem FEA 42 ausgewertete

Fragebögen von Elektrohausgeräte-Herstellern und -Im-

porteuren, die dem Fachverband angeschlossen sind.

FEA-Mitglieder sind optimistisch für das dritte Quartal

FEA-Mitglieder blicken optimistisch in die Zukunft.

Bild: M.Drr&M.rommherz/Fotolia.com

ARTIKEL ONLINE:

www.cetoday.ch

Webcode DPF8_100950

osc.

Das Zürcher Fintech-Start-up Advanon hat über einen

Betrugsfall inMillionenhöhe informiert. Wie die Firma in

einer Mitteilung schreibt, habe ein nicht genanntes

Schweizer Handelsunternehmen für Elektroartikel auf der

Advanon-Handelsplattform Debitorenrechnungen im

Wert von rund 2,4Millionen Franken verkauft. «Diese wa-

ren nach jetzigemKenntnisstand weitestgehend gefälscht,

ebenso wie allem Anschein nach die Bankauskünfte und

zahlreiche E-Mails imNamen von renommierten Debito-

ren über angeblich erbrachte Leistungen und Güter»,

schreibt Advanon. 78 Investoren seien betroffen.

«Bei dem Betrugsfall war viel kriminelle Energie und

Arglist im Spiel – vom Aufbau der Kundenbeziehung bis

zur Akribie, mit der all die Dokumente gefälscht wurden»,

schreibt Advanon-CEO Phil Lojacono in der Mitteilung.

«Sobald wir gemerkt hatten, dass etwas nicht stimmt, ha-

ben wir umgehend Beweise gesammelt und diese an die

Staatsanwaltschaft übergeben.» Zudem seien die betrof-

fenen Anleger sowie die Finanzmarktaufsicht Finma in-

formiert worden.

Unbezahlte Rechnungen wiesen auf Betrug hin

Wie Advanon auf Anfrage sagte, habe das Unternehmen

Anfang August den Betrug bemerkt. Unbezahlte Rechnun-

gen von namhaften Debitoren und falsche Rechnungsbe-

träge hättenHinweise auf betrügerische Aktivitäten gege-

ben. Advanon habe anschliessend Strafanzeige bei der

Staatsanwaltschaft Zürich eingereicht. Den Namen des

Handelsunternehmens will Advanon bis zum Beginn des

Verfahrens nicht bekannt geben.

Das Handelsunternehmen, das den Betrug durchführte,

sei auf Empfehlung eines Finanzdienstleisters mit Advanon

in Kontakt gekommen, heisst es weiter. Dieser Dienstleister

habe schriftlich bestätigt, dass es nie zu Zahlungsverzöge-

rungen oder anderen Schwierigkeiten mit dem Kunden

gekommen sei. Als erste Reaktion auf den Betrugsfall wolle

Advanon in Zukunft nur noch institutionelle Investoren auf

der Rechnungs-Handelsplattform zulassen.

Betrug in Millionenhöhe bei Advanon

ARTIKEL ONLINE:

www.cetoday.ch

Webcode DPF8_101555

« BEI DEM BETRUGSFALL

WAR VIEL KRIMINELLE

ENERGIE UND ARGLIST IM

SPIEL - VOM AUFBAU DER

KUNDENBEZIEHUNG BIS

ZUR AKRIBIE, MIT DER ALL

DIE DOKUMENTE GE-

FÄLSCHT WURDEN. »

Phil Lojacono, CEO, Advanon