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10 /2018

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In Kooperation

MARKET 

Smarthome-News | 

11

René Senn

Fachgruppe Intelligentes

Wohnen der GNI

DER AUTOR

DIE GNI

In der GNI sind Hersteller,

Systemintegratoren und

Dienstleistungsanbieter or-

ganisiert, um das Smart­

home in der Schweiz nach-

haltig zu fördern. Bereits

seit dem Jahr 2000 enga-

giert sich ihre Fachgruppe

«Intelligentes Wohnen» für

dieses Ziel. Sie organisiert

unter anderem Smarthome-Tagungen und ist auch

Mitinitiatorin des Jahrbuchs

«Intelligentes Wohnen». Die

Fachgruppe arbeitet eng

mit dem VSRT, dem VSEI

und weiteren Verbänden

zusammen, denn Vernet-

zung fordert alle Branchen.

Vertiefte Informationen und

Ausbildung sind weitere

wichtige Aufgaben der

Fachgruppe.

Das Tablet an der Wand

Seit der Einführung der Smartphones haben es auch die

Smarthomes deutlich leichter, sich am Markt zu etablie-

ren. Infolge der Digitalisierung wird ihre Bedienung ab

einer zentralen oder mobilen Stelle immer wichtiger. Was

wohl trotzdemnicht so schnell verschwinden wird, ist der

normale, vernetzte Lichtschalter. Und weil sich Sprach-

steuerungen auch bezüglich Datenschutz sicher noch et-

was länger schwertun werden, haben die smarten Bedien-

stellen an der Wand Hochkonjunktur.

Der Unterputz-PC

Als vor über 20 Jahren die ersten Smarthomes endlichmit-

hilfe einer Visualisierung gesteuert werden konnten, war

es naheliegend, dass die Touchscreens dafür in die Wand

eingelassen wurden. Zu Beginn waren das relativ kleine

Geräte, die aus der Industrieautomation «entwendet» wor-

den waren. Über die Jahre wandelten sie sich jedoch zu

stattlichen Modellen in allen möglichen Farben und De-

signs, mit einer Grösse von durchschnittlich 15 Zoll. Wenn

das nötige Budget vorhanden war, wuchs die Diagonale in

exklusiven Bauten auch mal bis 19 Zoll. Die Geräte hatten

natürlich denNachteil, dass ein spezielles Unterputz-Loch

für exakt ihre Technologie in die Wand eingebaut werden

musste. War das Bildschirmmodell einige Jahre später

nicht mehr verfügbar, artete der Ersatz zum Teil in ein

kostspieliges Unterfangen aus.

Energieeffizienz und Benutzerfreundlichkeit

Ein weiterer Nachteil war der sehr grosse Energieverbrauch

dieser Touchscreens und der PCs, die sie mit Informatio-

nen speisten. Die Zeiten haben sich geändert, und so ver-

brauchen heutige Tablets deutlich weniger Energie, ein

iPad zum Beispiel noch rund 5 bis 15 Kwh pro Jahr, kostet

somit zirka 3 Franken jährlich und damit rund 60 Mal we-

niger als die alten Lösungen. Dieser Technologiewandel

bringt also nicht nur eine deutliche Vereinfachung in der

Bedienung, sondern auch ein enormes Einsparpotenzial,

rund fünfmal günstiger sind herkömmliche Lösungen.

Einen Nachteil können aber auch die heutigen Tablets

noch nicht aus der Welt schaffen, und zwar die Kompati-

bilität der Befestigung der Geräte an der Wand. Hersteller

ändern Designs und Gerätegrössen in immer rascheren

Zyklen, was zur Folge haben kann, dass die Geräte der neu-

esten Generation nicht mehr in die bewährte Dockingsta-

tion passen. Bei der Anschaffung eines solchen Geräts sind

deshalb folgende elf Fragen zu stellen:

··

Wo ist der optimale Ort für die Installation des Systems

(Wand, Einbau oder Aufbau oder anderes)?

··

An welchen Orten wünscht sich die Bauherrschaft die

Bedienung (beim Hauseingang reicht meistens ein ein-

facher «zentraler» Lichtschalter für alles aus)?

··

Nutzt sie lieber Hoch- oder Querformat? Wie wird die

Haustechnik dann jeweils visualisiert?

··

Passt das Design zur Inneneinrichtung?

··

Was ist die optimale Tablet-Grösse, und welches Be-

triebssystem nutzt die Bauherrschaft üblicherweise?

··

Welche App verwendet sie zur Visualisierung? Nutzt sie

weitere Apps bevorzugt, und sind diese für das vorgese-

hene Betriebssystem verfügbar?

··

Welche Haustechnik wird über die App gesteuert? Gibt

es eine App über alle Gewerke oder wird die Bedien­

station mit weiteren Systemen geteilt?

··

Welche Smarthome-Visualisierung möchte die Bau-

herrschaft verwenden?

··

Bietet der Hersteller des Docks ein System an, das sehr

einfach an neue Panelgrössen oder Rahmenformen an-

gepasst werden kann?

··

Braucht es eine Diebstahlsicherung?

··

Können bauliche Vorkehrungen getroffen werden, die

einen Ersatz des Geräts einfach machen (modulare

Basisinfrastruktur, AP-Installation, Blende usw.)?

Tablets haben unsere Haushalte erobert. Deshalb ist es nur logisch, dass sie zunehmend auch für

die Steuerung des Smarthomes eingesetzt werden. Eine schicke Dockingstation an der Wand erleich-

tert das Finden des Geräts, bietet einen raschen Zugriff darauf und lädt es nebenbei auch noch auf.

Bild: Asera.ch