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07–08 /2018

www.cetoday.ch

© netzmedien ag

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MARKET 

Smarthome-News

GNI zieht Fusion mit Swiss-GIN in Betracht

Der Fachverband Gebäude-Netzwerk-Initiative (GNI) hat

am 23. Mai im Anschluss an die Electro-Tec in Bern zur

22. Generalversammlung geladen. Der Fachverband für

Gebäudeautomation und intelligentes Wohnen zählte 42

anwesende Mitglieder, wie GNI-Präsident Peter Scherer

sagte.

Laut Kassier Emil Rebsamen verlief das vergangene

Jahr für die GNI finanziell nicht so erfolgreich wie das Jahr

2016. Bei einem Aufwand von rund 209000 Franken re-

sultierte ein Verlust von etwas mehr als 5000 Franken. Ins

Gewicht gefallen seien rund 8000 Franken für GNI-

Drucksachen und als grösster Aufwand die rund 127000

Franken für Vorstand und Geschäftsstelle.

Décharge einstimmig erteilt

Der Verband verfügt aber über ein Vermögen von rund

50000 Franken und erwartet für dieses Jahr bei einem

Aufwand im Rahmen der Vorjahre einen Gewinn von

etwa 3000 Franken. So erteilten die stimmberechtigten

Mitglieder dem Vorstand einstimmig die Décharge.

Laut GNI-Präsident Peter Scherer unterzieht sich der

Verband alle zwei bis drei Jahre einer umfassenden Ana-

lyse zur Neuausrichtung, die diesmal besonders gross

ausfiel. Um beantworten zu können, warum es die GNI

gibt und was sie anbietet, habe der Verband Mitglieder

befragt und auch externe Hilfe in Anspruch genommen.

In der Poleposition fürs Internet der Dinge

Das Ergebnis der Umfrage lautet, dass sich die GNI in den

letzten Jahren zu sehr verzettelt habe. Der Verband sei

eine Vernetzungsplattform, die ihre Anspruchsgruppen

und Systeme vernetzen müsse. Deshalb wolle sie den

Plattformgedanken stärker vorleben und imRahmen von

Events Best-Practice-Beispiele zeigen. Dafür werde eine

neue Projektgruppe Events gegründet, die weniger Feier-

abend-Seminare und dafür einen Grossevent pro Jahr

organisieren soll.

Alle Ansprechpartner seien für die GNI von Relevanz,

aber amAnfang und Ende stehe immer der Auftraggeber,

also der Bauherr, sagte GNI-Präsident Scherer. Kernfrage

sei, wofür sich der Bauherr interessiere. Scherer nannte

als Beispiel Trends wie das Internet der Dinge (IoT), das

er als grosse Chance für die Branche wahrnimmt. «Wir

sind auf der Installationsseite des IoT in der Poleposition»,

sagte Scherer den GNI-Mitgliedern.

Die Gebäude-Netzwerk-Initiative (GNI) hat ihre Mitglieder an der Generalversammlung über die Zukunft

des Fachverbands abstimmen lassen. Im Raum steht eine enge Zusammenarbeit mit Swiss-GIN.

Autor: Fabian Pöschl

Die Zukunft der GNI

ist völlig offen.

Artikel online

auf

www.cetoday.ch

Webcode DPF8_94015

Die GNI-Mitglieder

erteilen die Décharge.

Swiss-GIN stellt sich vor

Die Zukunft der GNI ist völlig offen. Denn der Vorstand

schlug an der GV eine Zusammenarbeit mit der Vereini-

gung der Gebäudeinformatiker Swiss-GIN vor. Selbst eine

Fusion der beiden Verbände sei denkbar, umein stärkeres

Gewicht in politischen Diskussionen zu bekommen.

Swiss-GIN beschäftige sich wie die GNI mit Gebäudeau-

tomation und -informatik und stelle die Aus- undWeiter-

bildung der nötigen Fachleute in den Vordergrund, wie

Swiss-GIN-Präsident Christoph Widler sagte.

Die GNI-Mitglieder stimmten einer Absichtserklärung

zu, um eine Zusammenarbeit mit Swiss-GIN zu prüfen.

Auch der Fusion der Verbände schienen sie nicht abge-

neigt. Bevor es dazu kommt, müssten die Mitglieder laut

Verbandsstatuten aber der Fusion zustimmen.

Bacnet und Projektleiter Gebäudeautomation als kommende

Themen

GNI-VorstandThomas von Ah sprach über das Projekt Bac-

net. Mit verschiedenen Kursen wolle die GNI das Netzwerk-

protokoll für die Gebäudeautomation bekannter machen.

Am 30. Mai fand ein Einführungsmodul zumThema statt.

Am 11. September und 18. Oktober sind weiterführende

Module für Planer und Bauherren geplant.

Ein weiteres Fokusthema für die GNI sei die Ausbildung

zum Projektleiter Gebäudeautomation in Zusammenarbeit

mit VSEI und Suissetec. Die Unterlagen sind laut Pierre

Schoeffel bereit, mehrere Hochschulen informiert und inte-

ressiert. Die ersten Prüfungen seien in zwei Jahren geplant.