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ten über die Produkte, Mitarbeiter und den Ladenbesitzer

erzählen, umdas Einkaufen persönlicher zumachen. Dabei

sei auch wichtig, die Geschichte authentisch in die Laden-

gestaltung einfliessen zu lassen.

«Die Leute wollen unterhalten werden»

Wolfgang Gruschwitz ist GIA-Juror und Gründer der Bera-

tungsagentur Gruschwitz. Auch er findet Geschichten ele-

mentar für stationäre Läden. Es brauche die technischen

Hilfsmittel, aber der Mensch bringe die Emotionen, kreiere

Storys. Dabei sei Social Media sehr wichtig. «Wer die Ge-

fühle der Konsumenten nicht berührt, bekommt keine

Empfehlungen», sagte Gruschwitz.

Henrik Reisby, GIA-Juror von Reisby Consult, sagte: «Die

Strasse zumHerzen des Konsumenten führt durchs Smart-

phone.» Händler sollten ihren Kunden mit Webseiten, die

fürs Handy optimiert sind, aufzeigen, warum sie in den

Laden kommen sollen. Als Beispiel nannte er etwa einen

virtuellen Ladenrundgang oder Eventankündigungen. So

würden die Konsumenten darüber sprechen und der Laden

werde zur Marke. «Die Leute wollen unterhalten werden»,

sagte er.

«Jeder Laden braucht einen Hashtag-Moment»

Reisby forderte die Retailer ausserdemauf, für grösste Auf-

merksamkeit mit Bloggern, Vloggern und Botschaftern

zusammenarbeiten. «Reviews sind wichtig», sagte er. Des-

halbmüsstenHändler auf Social-Media-Plattformen aktiv

sein und darauf achten, was über sie geschrieben werde.

Dabei gelte es, jede Onlineplattform individuell zu bear-

beiten.

Auch sollten Händler keine Angst davor haben, ihre

Verkaufspreise auf der Website anzuzeigen. Kunden wür-

den sich informieren wollen und dabei nicht nur den Preis

beachten. Wichtig sei demKunden ausser gut ausgebilde-

tem Personal auch die freie Wahl, wie er kaufen und be-

zahlen könne.

Anne Kong, GIA-Jurorin und Program Coordinator

beim Fashion Institute of Technology, erwartet ein gutes

Jahr für die Hausgerätebranche. Sie sprach über das

Schaufenster, das authentisch und persönlich, aber auch

aufregend sein müsse. Das Schaufenster sei die Stimme

des Ladens. Sie forderte erinnerungswürdige Erfahrungen

beim Einkauf. «Jeder Laden braucht einen Hashtag-Mo-

ment», sagte Kong. Ausserdem riet sie den anwesenden

Händlern, ihren Kunden so viele Infos wiemöglich bereit-

zustellen. Die Informationsschilder sollten klar und ein-

fach zu lesen sein. «Je mehr Informationen der Kunde im

Laden findet, desto weniger sucht er online danach»,

schloss Kong.

Mehr als 2200 Aussteller

zeigten den Besuchern ihre

Neuheiten.