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ELEKTRO HEUTE

 / 10 / 2018

www.cetoday.ch

© netzmedien ag

MARKET

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Hands-on: Electrolux Pure F9

Electrolux hat den neuen 2-in-1-Akku-Staubsauger Pure

F9 an der IFA in Berlin präsentiert. Die Betonung liegt auf

«Akku», denn dieser fiel im Hands-on-Test besonders

positiv auf. Der Hersteller wirbt, dass beim F9 der Haus-

haltsputz mit einer einzigen Akkuladung gelinge, was

sonst bei Akkusaugern nicht der Fall sei.

Der Akku soll also im Vergleich zu dem eines her-

kömmlichen Geräts besonders stark sein. Das hat Auswir-

kungen auf die Ladedauer. Vor dem ersten Gebrauch rät

der Hersteller in der bildreichen, kurzen und gut verständ-

lichen Anleitung, das Gerät zunächst 24 Stunden aufzula-

den. ImFolgenden sei der Akkusauger dann in nur 6 Stun-

den voll aufgeladen. ImTest zeigte sich allerdings, dass der

Akku bereits nach kürzerer Zeit vollständig geladen war.

Ist der Akku voll aufgeladen, saugt der Pure F9 während

gut 34Minuten imAutomodus, wobei die Unterflächen im

Testbetrieb aus Laminat und Teppich bestanden. Nach

etwas mehr als einer halben Stunde war die 4,5-Zimmer-

Wohnung noch nicht fertig gesaugt. Das liegt aber auch

daran, dass das Gerät beim fürs Staubsaugen nötigenMö-

belrücken jeweils in Betrieb blieb. Hat die Wohnung noch

mehr Zimmer, dürften die 34 Minuten Akkuladung auch

beim zwischenzeitlichen Ausschalten nicht ausreichen.

Doch auch wenn die Akkuladung nicht, wie vomHerstel-

ler versprochen, für die ganze Wohnung reicht, hat das

Gerät im Vergleich zu anderen Akkusaugern, die schon

nach 15 bis 20Minuten Betrieb wieder an den Strommüs-

sen, mehr Durchhaltevermögen.

Convenience wird grossgeschrieben

Ebenfalls erwähnenswert am Electrolux Pure F9 ist die

Saugleistung, die fast schon an die eines Schlittenstaub-

saugers heranreicht. Entsprechend laut ist das Gerät mit

bis zu 80 Dezibel. Tierhaare nimmt der Sauger in der

höchsten von drei Stufen mühelos auf. Besonders prak-

tisch ist der Automatikmodus, der die Leistung in Sekun-

denschnelle an die jeweilige Unterlage anpasst. Ebenfalls

hilfreich sind die LEDs an der Düse.

Akku und Leistung wirken sich aufs Gewicht aus. Der

F9 ist mit mehr als 3 Kilogramm kein Leichtgewicht, das

Handgerät allein wiegt aber weniger als 1 Kilogramm.

Zudembietet er einen ausziehbaren Stretch-Saug-

schlauch, umdie Spinnweben von der Decke zu

holen.

Beim Design legte Electrolux Wert auf Con-

venience. Der Sauger lässt sich mit zwei Griffen

gut halten, ausserdem ist die Motoreinheit ver-

schiebbar, um je nach Körpergrösse das Gewicht

optimal zu verteilen oder, um in Kombination

mit dem Teleskop-Rohr, an verborgene Ecken

unter dem Sofa zu gelangen. Braucht man mal

eine Pause, lässt sich der Sauger dank freistehen-

der Parkfunktion aufrecht abstellen.

Unangenehm ist, wie bei allen beutellosen

Staubsaugen, das Entleeren. Öffnen lässt

sich der Staubbehälter per Knopfdruck.

Doch aufgrund eines Filters innerhalb

des Staubbehälters muss der Dreck und

Staub von Hand herausgepult werden.

Fazit

Der Electrolux Pure F9 ist ein leistungsstar-

ker Saugbolide. Eine Akkuladung reicht

zwar nicht wie versprochen für die ganze

Wohnung, trotzdem hebt sich der Sauger

durch seinen Akku von der Konkurrenz ab.

Auch die Saugleistung ist tadellos. Zudemha-

ben die Electrolux-Ingenieure viele hilfreiche

Extras amSauger angebracht, wie etwa die ver-

schiebbare Motoreinheit oder der ausziehbare

Stretch-Saugschlauch. Auch ist der Automatik-

modus eine feine Sache. Unschön ist aber, wie bei

allen beutellosen Saugern, die Entleerung. Der Pure

F9 ist seit Ende September zum UVP von rund 550 Fran-

ken erhältlich. Viel Geld für einen

Staubsauger, der aber stärker als

die Konkurrenz ist.

Electrolux hat an der IFA den Akkustaubsauger Pure F9 vorgestellt.

Im Hands-on-Test beeindruckte der Besenstaubsauber vor allem mit seinem Akku.

Autor: Fabian Pöschl

Der Pure F9 von Electrolux.

IST DER AKKU VOLL AUFGELADEN,

SAUGT DER PURE F9 WÄHREND GUT 34 MINUTEN

IM AUTOMODUS.