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09 /2018

www.cetoday.ch

© netzmedien ag

MARKET

Aktuell | 

09

NEWS

Postfinance steigt ins

E-Sports-Geschäft ein

aza.

Die Postfinance will

ein professionelles

E-Sports-Team für das

Computer-Strategiespiel

«League of Legends» grün-

den und für ein Jahr finan-

zieren. Fünf Spieler sollen

sich 2019 unter professio-

neller Leitung zu E-Athleten

ausbilden lassen und nach

intensivem Training im eu-

ropäischen E-Sports-Wett-

bewerb messen können.

Webcode DPF8_100922

«Sicherheit» und Ineltec

finden ab 2019 gemein-

sam statt

fpo.

Die Messe «Sicher-

heit» zügelt von Zürich

nach Basel und findet nun

parallel zur Ineltec vom 10.

bis 13. September 2019

statt. Das Pricing bewegt

sich laut den Veranstaltern

auf dem aktuellen Niveau.

Webcode DPF8_97949

Telenetfair ist am Ende

cgr.

Laut Veranstalter der

Telenetfair wird die Messe

nach neun Auflagen dieses

Jahr nicht mehr stattfinden.

Als Grund für das Ende

nennt Veranstalter Peter

Fischer in einem Facebook-

Post die Com-Ex, die paral-

lel stattgefunden und damit

zentrale Aussteller abge-

worben habe.

Webcode DPF8_97738

TP Vision verbündet sich

mit Bowers & Wilkins

fpo.

Der Lizenznehmer

für Philips-TVs, TP Vision,

und der Audiohersteller

Bowers & Wilkins (B&W)

haben sich für eine mehr-

jährige Partnerschaft zu-

sammengetan. Durch die

Zusammenarbeit sollen

gemeinsame Produkte

entstehen. Erste Resultate

dieser Kooperation sollen

an der IFA vorgestellt

werden.

Webcode DPF8_97630

WWW.CETODAY.CH

osc.

Der Schweizerische Verband der Telekommunikation

Asut hat am21. Juni zu seinem44. Seminar in den Kursaal

Bern geladen. Draussen glitzerte die Kuppel des Bundes-

hauses in der Sommersonne, drinnen diskutierten Politik

und Wirtschaft über den Stand der Digitalisierung in der

Schweiz. «Technology is Key», lautete das Motto der Ta-

gung, und Asut-Präsident Peter Grütter machte bereits in

seiner Eröffnungsrede klar, dass bei der Digitalisierung in

der Schweiz nicht alles so laufe, wie es sich die Branche

erhoffe – vor allem politisch.

Das Wachstumder Datenmenge und neue Technologien

riefen nach einemAusbau der Infrastruktur, sagte Grütter.

Doch woman hinschaue – 5G, Baubewilligungen, E-IDund

Datenschutz –, an vielen Ecken gebe es Bremsklötze, die

Innovation erschwerten. Die Politik sei gut beraten, den

Telkos mehr Gestaltungsspielraum zu verschaffen. Denn

Telekommunikation sei das «Herz der Digitalisierung».

Gratwanderung zwischen der Schweiz und dem Ausland

Die so herausgeforderte Politik war mit Bundesrat Ueli

Maurer amAsut-Seminar vertreten. Der Vorsteher des Eid-

genössischen Finanzdepartements (EFD) nahm den Ball

auf und zeigte verschiedene Bereiche, in denen der Bun-

desrat an Lösungen für digitale Probleme arbeitet. Daten-

schutz und Cyberkriminalität seien ebenso darunter wie

die elektronische Identität. Zudem suche Bundesbern

nach Wegen, damit die derzeit international diskutierte

Besteuerung digitaler Dienstleistungen für Schweizer IT-

Firmen nicht zur Belastung werde. Bei der Regulierung der

IT-Branche sei die Schweiz vornemit dabei, sagteMaurer.

Dies zeige sich etwa in der Krypto-Branche, wo die recht-

lichen Rahmenbedingungen zumWachstumbeigetragen

hätten. Das Resultat: «Bei Krypto gehören wir zu den Län-

dern mit dem besten Potenzial.»

Maurer sprach sich für eine Politik aus, die gute Rah-

menbedingungen setzt und Rechtssicherheit schafft. «Wir

wollen eine liberale Regulierung, die nur eingreift, wenn

es nötig ist und die Innovation nicht bremst.»

Wie man eine Verwaltung digitalisiert

Digitalisierung beschäftigt den Bundesrat nicht nur in

seiner politischen Arbeit, auch im eigenen Departement

kommt er damit in Kontakt. Darüber gabMaurer imzwei-

ten Teil seines Referats Auskunft. Die Digitalisierung der

Bundesverwaltung sei eine besondere Herausforderung.

Zum einen gebe es innerhalb des EFD immer noch ein

ausgeprägtes Silodenken. «Man verteidigt primär den ei-

genen Bereich und was von aussen kommt, ist suspekt oder

sogar böse», sagte Maurer. Das sei gefährlich, denn wenn

man zu lange im Silo sitze, ersticke man.

Zumanderen bestehe bei der Digitalisierung der Schweizer

Politik eine vertikale Herausforderung. Bund, Kantone und

Gemeinden – sie allemüssten für Bürger und Unternehmen

auf digitalen Kanälen einfacher, günstiger und transparen-

ter werden. «Wir brauchen eine Aufbruchstimmung, Pio-

niergeist und Mut, um in 20 Jahren zu den Besten zu gehö-

ren», forderte Maurer zum Abschluss seines Referats. Um

das schaffen zu können, müsseman auch Risiken eingehen.

Debatte zur Digitalisierung in der Schweiz

Vor dem letzten Referat kreuzten noch einmal Wirtschaft

und Politik die Klingen auf der Bühne. Die Chefs von Swiss­

com und Sunrise, Urs Schaeppi und Olaf Swantee, debat-

tierten mit Bruno Sauter, Chef des Amts für Wirtschaft und

Arbeit des Kantons Zürich, und Nationalrat Thomas Egger

(CVP/VS). Beim Panel stand die Regulierung der Branche

im Zentrum, vor allem bei der Einführung von 5G.

Die Digitalisierung biete der Schweiz viele Chancen, es

gebe allerdings auch Risiken. Der Sunrise-CEO sah die Ge-

fahr, dass wir durch zu viel Technik zum «Homo otiosus»

werden, zum «faulenMenschen». Zudemkönnten sich Grä-

ben in der Gesellschaft zwischen den Gewinnern und den

Verlierern der Digitalisierung auftun. Umso wichtiger sei es,

Jung und Alt, Männer und Frauen für die digitale Zukunft

fit zu machen.

Zum Abschluss des Asut-Seminars trat Autor und Un-

ternehmer Peter Hogenkamp auf die Bühne. Er erklärte

demPublikummit einemAugenzwinkern die Stolperstei-

ne auf demWeg zur digitalen Transformation. Dabei konn-

te das Publikum die Themen selbst auswählen.

Von digitalen Bundesräten, Aufbruch­

stimmung und dem faulen Menschen

Artikel online:

www.cetoday.ch

Webcode DPF8_98235

Bundesrat Ueli Maurer

am 44. Asut-Seminar.